Vorsorge A-Z

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

 

A

Amniozentese: Entnahme einer Fruchtwasserprobe durch die Bauchdecke der Schwangeren zur Aufdeckung eines möglichen Chromosomendefektes.

AOK-Früherkennungsprogramm: Die Untersuchungen werden abhängig von Alter und Geschlecht angeboten. Dazu zählt die Untersuchung der Geschlechtsorgane einschließlich der weiblichen Brust, des Darms und der Haut.

B

Baby-TV: Durchführung von mehr als drei Ultraschalluntersuchungen im Rahmen der Schwangerenvorsorge ohne begründeten Verdacht.

Blutzuckerwert: Der Blutzuckerwert bezeichnet die Konzentration an gelöster Glukose im Blut.

Borreliose: Die Lyme-Borreliose wird durch Borrelien übertragen, die zur Gruppe der Bakterien gehören. Gegen Borreliose gibt es keine Impfung, die Erkrankung ist jedoch mit Antibiotika behandelbar.

Brustkrebs: Bösartige Zellbildung im Drüsenanteil der Brust, zumeist von den Milchgängen ausgehend. Etwa 10 Prozent aller Frauen erkranken im Laufe ihres Lebens daran, die meisten nach dem 50. Lebensjahr.

C

Check-up: Früherkennungs-Untersuchung für Männer und Frauen ab 35 Jahren. Schwerpunkt ist die Früherkennung von Herz-, Kreislauf- und Nierenerkrankungen sowie Diabetes.

Cholera: Besonders häufig in Südamerika, Südostasien, Nord- und Zentralafrika. Es handelt es sich um eine schwere bakteriell verursachte Durchfallerkrankung. Übertragen werden die Erreger durch verseuchtes Trinkwasser bzw. Lebensmittel. Eine Impfung wird nicht mehr empfohlen.

Cholesterin: Vorstufe der Gallensäuren und einiger Hormone wie beispielsweise der Geschlechtshormone. Cholesterin wird hauptsächlich mit der Nahrung aufgenommen, kann aber auch vom Körper selbst gebildet werden.

Cholesterinwert: Das Verhältnis von HDL und LDL spielt eine wesentliche Rolle für das Risiko von Gefäßerkrankungen. Ein hoher LDL-Spiegel ist ungünstig, der Quotient aus LDL zu HDL sollte kleiner als vier sein.

D

Darmkrebs: Bösartiger Tumor des Darmes, meist ist der Dickdarm betroffen. Bei frühzeitiger Entdeckung sind die Heilungschancen gut. Nach Brustkrebs ist Darmkrebs mit die häufigste Krebserkrankung bei Frauen, bei Männern nach Prostatakrebs.

Deminieralisierung des Zahnschmelzes: Alles Süße ist idealer Nährboden für die Karies-Bakterien, die beim Verdauen Milchsäure produzieren. Diese Säure demineralisiert den Zahnschmelz.

Diabetes: Umgangssprachlich meist verwendet für Diabetes mellitus, eine chronische Störung des Zuckerstoffwechsels mit hohem Blutzuckerspiegel infolge Insulinmangels.

Diphterie: Bakterielle Erkrankung, die mittels Tröpfcheninfektion übertragen wird. Der schwerer Verlauf einer Diphtherie-Erkrankung wird durch Giftstoffe verursacht, die vom Bakterium Corynebacterium diphtheriae gebildet werden.

E

Erweiterter Gesundheitscheck: Nur als sportmedizinische Untersuchung, als reisemedizinische Untersuchung oder als andere Tauglichkeitsuntersuchung sinnvoll.

F

Fluoridierung: Fluorid wirkt in erster Linie durch direkten Kontakt mit dem Zahnschmelz karieshemmend. Es vermag Mineralien dem Zahnschmelz wieder zuzuführen, die bei Säureeinwirkung herausgelöst wurden.

Fruchtwasseruntersuchung: Entnahme einer Fruchtwasserprobe durch die Bauchdecke der Schwangeren zur Aufdeckung eines möglichen Chromosomendefektes.

Frühsommer-Meningo-Enzephalitis: abgekürzt FSME 

FSME: Zecken sind mit einer Wahrscheinlichkeit von 1 bis 5 Prozent mit dem FSME-Virus infiziert, das beim Menschen eine Hirnhautentzündung auslösen kann. Personen mit erhöhtem Infektions-Risiko können sich impfen lassen.

FU1: "Milchzahn-TÜV", ab dem 30. Lebensmonat empfohlen. Einer von drei Zahnprophylaxe-Terminen speziell für Kinder.

FU2: Der zweite von drei Terminen für den "Milchzahn-TÜV", sollte frühestens 12 Monate nach der ersten Untersuchung erfolgen.

FU3: Die dritte der zahnärztliche Kinderuntersuchungen, frühestens 12 Monate nach der zweiten Untersuchung.

G

Gebärmutterhalskrebs: Bösartige Wucherungen am Gebärmutterhals. Im Jahr erkranken daran ca. 3 Prozent aller Frauen. Die Heilungschancen sind bei rechtzeitigem Entdecken gut.

Gelbfieber: Schwere Virus-Erkrankung, die durch Mücken übertragen wird und unbehandelt oft tödlich endet. Verbreitet ist die Erkrankung vor allem in Afrika und Südamerika. Reiseimpfung, nur durch staatlich zugelassene Gelbfieber-Impfstellen.

Gingivitis: auch Zahnfleischentzündung. Entsteht vor allem durch Zahnstein, der sich häufig im Bereich des Zahnfleischrandes ansiedelt.

Glucosetoleranztest: Screeningtest auf das Vorliegen eines Schwangerschaftsdiabetes.

H

Haemophilus influenzae: Eine der häufigsten Ursachen für Hirnhautentzündung bei Kindern bis sechs Jahre ist das Bakterium Haemophilus influenzae Typ b, kurz HiB.

Handschuhtest: Eigenständige Bestimmung des pH-Wertes des Scheidensekretes durch die Schwangere.

Hautkrebs: Oberbegriff für sämtliche bösartigen Veränderungen der Haut. In der Umgangssprache wird Hautkrebs oft gleich gesetzt mit dem malignen Melanom.

Hautkrebsscreening: Untersuchung der Haut nach Frühstadien von Hautkrebs ohne begründeten Verdacht. Wird von Hautärzten meist mit Auflichtmikroskopie und Videodokumentation angeboten.

HDL: High Density Lipoprotein nimmt überschüssiges Cholesterin auf und transportiert es von den Geweben zur Leber zurück. HDL kann dabei auch Cholesterin aus Gefäßwandablagerungen wieder aufnehmen. So verringert es Gefäßablagerungen.

Hepatitis A: So genannte "Reisehepatitis", die Hälfte aller in Deutschland auftretenden Fälle Infektionen findet im Reiseland statt. Eine Impfung wird für Reisende in Risikogebiete: Südosteuropa, Asien, Afrika, Mittel- und Südamerika empfohlen.

Hepatitis B: Häufigste Infektionskrankheit weltweit, wird vor allem durch Blutkontakte und Sexualverkehr übertragen. Eine Impfung wird für Säuglinge im Rahmen der Standard-Impfungen sowie für nicht geimpfte Jugendliche zwischen 9 und 17 Jahren empfohlen. Reisende müssen die Impfkosten privat zahlen.

Hepatitis: Leberentzündung, meist durch Hepatitis-Viren A und B verursacht. Es sind acht verschiedene Genotypen des Hepatitis-Virus bislang bekannt, mit den Buchstaben A bis H gekennzeichnet.

Herzinfarkt: Eine plötzliche Unterbrechung der Blutzufuhr der Herzkranzgefäße führt zum Untergang von Herzmuskelgewebe.

Herzinfarkt-Risiko: Zu den Risikofaktoren, die einen Herzinfarkt begünstigen zählen Bluthochdruck, Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen, Diabetes, Fettstoffwechselstörung und Stress.

HiB: Abkürzung für das Bakterium Haemophilus influenzae Typ B, eine der häufigsten Ursachen für Hirnhautentzündung bei Kindern bis sechs Jahre. 

Hoden: Bildungsort der Spermien und des männlichen Geschlechtshormons Testosteron.

Hodenkrebs: Bösartiges Geschwulst, das in einem der paarigen Hoden sitzt. Im Vergleich zu anderen Krebsarten eine eher seltene Erkrankung, am häufigsten ist die Altersgruppe der 20- bis 40-jährigen betroffen.

Hörscreening bei Neugeborenen: Untersuchung des Gehörs bei Neugeborenen ohne begründeten Verdacht auf eine Schwerhörigkeit.

HPV-Screening: Suchtest auf eine Infektion mit Humanen Papillomaviren (HPV). Dabei wird ein Abstrich des Gebärmutterhalses untersucht.

I

IGeL: Individuelle Gesundheitsleistungen, deren Kosten die Gesetzlichen Krankenkasse nicht übernehmen.

Impfempfehlungen: Für Erwachsene wird eine Auffrischung der Impfung gegen Tetanus und Diphterie alle 10 Jahre empfohlen. Säuglinge, Kinder und Jugendliche sollten einen Schutz gegen: Diphtherie, Haemophilus Influenza, Hepatitis B, Masern, Mumps, Röteln, Windpocken, Keuchhusten (Pertussis), Wundstarrkrampf (Tetanus) und Kinderlähmung (Poliomyelitis) haben.

Individuelle Gesundheitsleistungen: Kurz IGeL genannt. Maßnahmen, deren Kosten die Gesetzlichen Krankenkasse nicht übernehmen.

Influenza: Die "echte" Grippe zeigt sich meist durch hohes Fieber (über 39 Grad) mit Schüttelfrost, Muskelschmerzen, Schweißausbrüche, Schwäche, Kopf- und Halsschmerzen und trockenen Reizhusten. Menschen über 60 Jahre sollten sich impfen lassen.

Insulin: Hormon der Bauchspeicheldrüse, reguliert den Blutzuckerspiegel.

J

Jugendgesundheitsuntersuchung: (J.), Früherkennungsuntersuchung für Zwölf- bis Vierzehnjährige.

K

Karies: Zahnfäule, durch den Keim Streptococcus mutans verursacht. Mehr als 95 Prozent aller Erwachsenen in den westlichen Industrieländern leiden an dieser Zivilisationskrankheit, die die Zahnhartsubstanz zerstört.

Keuchhusten: auch Pertussis. Keuchhusten wird durch ein Bakterium übertragen: Bordetella pertussis. Im Verlauf der Erkrankung entstehen heftige, stakkatoartige Hustenanfälle. 

Kinderlähmung: Kinderlähmung ist eine akute Infektionskrankheit, bei der es durch Poliomyelitis-Viren zum Befall des zentralen Nervensystems und zu Lähmungen kommen kann.

Klinikkoffer: Er enthält das wichtigste für Mutter und Kind während der Geburt und für die Tage danach und sollte ab ca. der 25. SS-Woche griffbereit sein.

Koloskopie: Die Darmspiegelung ist die zuverlässigste Untersuchungsmethode, wenn es um das Aufspüren von Dickdarmkrebs geht.

Krebs: Zellen vermehren sich unkontrolliert. Dabei kommen ererbte Voraussetzungen zum Tragen, zu einem gewissen Teil auch Zufall und äußerliche Einflüsse.210 000 Menschen sterben in Deutschland jährlich an Krebs.

Krebs-Vorbeugung: Da die Entstehung von Krebs ein komplexer Vorgang ist, der von vielen Faktoren u.a. den Genen abhängt, ist eine Vorbeugung nur begrenzt möglich. Dazu zählen nicht rauchen, gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und Sonne in Maßen.

L

LDL: Low Density Lipoprotein transportiert das Cholesterin von der Leber zu den Körpergeweben. Dabei kann LDL Cholesterin auch im Blut abgeben, wo es sich dann an den Gefäßwänden ablagert und zu Gefäßverkalkungen (Arteriosklerose) führen kann.

Leberentzündung: Leberentzündung wird meist durch Hepatitis-Viren A und B verursacht. Es sind acht verschiedene Genotypen des Hepatitis-Virus bislang bekannt, mit den Buchstaben A bis H gekennzeichnet.

M

M2-PK-Stuhltest: Das Enzym M2-Pyruvatkinase gilt als so genannter Tumormarker, ist allerdings nicht zuverlässig.

Malaria: Es ist keine Impfung dagegen verfügbar, es ist lediglich eine vorbeugende Medikamenteneinnahme bei Reisen in gefährdete Gebiete möglich. Die wichtigste Vorbeugung ist jedoch ein Schutz gegen Mückenstiche.

Mammasonographie: Früherkennung von Brustkrebs mittels Ultraschall.

Mammographie-Screening: Röntgenuntersuchung zur Früherkennung von Brustkrebs. Ist für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren und bei begründetem Verdacht Leistung der AOK.(Der Gesetzgeber sieht vor, das Mammographie-Screening schrittweise als gesetzliche Vorsorgeuntersuchung einzuführen. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrer AOK, ob in Ihrem Bundesland das Mammographie-Screening verfügbar ist.)

Masern: Durch Viren ausgelöst, zählt zu den typischen, weltweit verbreiteten Kinderkrankheiten. Bei schweren Verläufen kann es zu einer Gehirnhautentzündung mit bleibenden Schäden kommen. Empfohlen wird eine Kombinationsimpfung (Mumps, Masern und Röteln) ab 11. bis 14. Monat.

Mineralisierung des Zahnschmelzes: Fluorid wirkt in erster Linie durch direkten Kontakt mit dem Zahnschmelz karieshemmend. Es vermag Mineralien dem Zahnschmelz wieder zuzuführen, die bei Säureeinwirkung herausgelöst wurden.

Mumps: Mumps, auch Ziegenpeter genannt, wird durch Viren ausgelöst und zählt zu den typischen, weltweit verbreiteten Kinderkrankheiten. Die Erkrankung kann zu Schwerhörigkeit, geistiger Behinderung und Unfruchtbarkeit führen. Empfohlen wird eine Kombinationsimpfung (Mumps, Masern und Röteln) ab 11. bis 14. Monat.

Mutterpass: Dokument mit allen wichtigen Informationen, die im Notfall für eine Behandlung benötigt werden. Sollte stets bei sich getragen werden.

Mutterschaftsvorsorge: Sowohl für die Gesundheit der Mutter, als auch für das Kind wichtige Untersuchungen. Der Arzt kann so Risiken feststellen und gegensteuern.

N

Nabelschnurblut: Bei der Geburt kann Blut aus der Nabelschnur des Kindes entnommen und die aufbereiteten Blutstammzellen daraus in flüssigem Stickstoff eingefroren werden.

Neugeborenen-Erstuntersuchung: Die U1 findet direkt nach der Geburt statt und untersucht den Gesundheitszustand des Säuglings.

Neugeborenenscreening: Bluttest auf genetisch bedingte Stoffwechselstörungen zwischen dem 3. und 5. Tag nach der Geburt.

Neuroblastom-Screening: Auch "Windeltest" genannt. Die Maßnahme soll Neuroblastome, bösartige Tumore von Nervenzellen, die vor allem im Kleinkindesalter meist im Bauchraum auftreten, frühzeitig entdecken.

O

Okkultbluttest: Papierstreifentest, der auf verborgenes Blut im Stuhl hinweisen kann. Dabei wird an drei aufeinander folgenden Tagen Stuhl auf ein Testbriefchen aufgetragen.

Oralophobie: Angst vorm Zahnarztbesuch. Ein erster Schritt zur Bewältigung ist das Aufsuchen eines einfühlsamen Zahnarztes.

P

Parodontitis: Zahnbettentzündung. Kann aus einer Zahnfleischentzündung heraus entstehen. Wird diese Entzündung nicht behandelt, kann sie chronisch werden und der darunter liegende Knochen angegriffen werden.

Parodontose: Zahnfleischschwund. Das Zahnfleisch weicht zurück und die Zähne können ihren Halt verlieren.

Pertussis: Keuchhusten wird durch ein Bakterium übertragen: Bordetella pertussis. Im Verlauf der Erkrankung entstehen heftige, stakkatoartige Hustenanfälle.

Plaque: Wird vornehmlich von Bakterien gebildet und entsteht besonders leicht am Zahnfleischrand und in kleinen Rillen (Fissuren) im Zahn.

Pneumokokken: Die Mehrzahl der Lungenentzündungen sind auf das Bakterium Streptococcus pneumoniae zurückzuführen. Eine Impfung bietet für ca. sechs Jahre Schutz vor schweren Verlaufsformen.

Polio: Kinderlähmung ist eine akute Infektionskrankheit, bei der es durch Poliomyelitis-Viren zum Befall des zentralen Nervensystems und zu Lähmungen kommen kann.

Prostata: Vorsteherdrüse, Produktionsort der Samenflüssigkeit.

Prostatakrebs: Tumor der Vorsteherdrüse. Prostatakrebs ist der häufigste Krebserkrankung bei Männern.

R

Reiseimpfungen: Die Impf-Empfehlungen für verschiedene Länder werden laufend aktualisiert. Informieren Sie sich rechtzeitig vor Reisebeginn. Reiseimpfungen sind keine Leistung der Gesetzlichen Krankenversicherung, sie müssen privat gezahlt werden.

Röteln: Eine Infektion mit Rötelnviren kann vor allem bei Ungeborenen gefährlich werden: Augenschäden, Taubheit, Herzfehlern und Hirnschädigungen. Empfohlen wird eine Kombinationsimpfung (Mumps, Masern und Röteln) ab 11. bis 14. Monat.

Rückbildung: Ab der zweiten Woche nach der Geburt kann durch gezielte Übungen die Rückbildung gefördert werden. Gymnastikvorschläge gibt unter anderem die Hebamme.

S

Schwangerschaftsgymnastik: Dient der Vorbereitung auf die Geburt. Bei allen Übungen spielt die Atmung eine große Rolle. Dies hilft bei den Wehen mitzuarbeiten.

Schwangerschaftsvorsorge: Sowohl für die Gesundheit der Mutter, als auch für das Kind wichtige Untersuchungen. Der Arzt kann so Risiken feststellen und gegensteuern.

Screeningtest: Untersuchung ohne begründeten Verdacht auf das Vorliegen einer Erkrankung.

Standard-Impfschutz: Grundimmunisierung gegen Tetanus und Diphtherie.

Ständige Impfkommission: Maßgebliche Stelle in Deutschland, die allgemeine Impfempfehlungen ausspricht (am Robert Koch-Institut).

STIKO: "Ständige Impfkommission" am Robert Koch-Institut. Maßgebliche Stelle in Deutschland, die allgemeine Impfempfehlungen ausspricht.

Streptococcus mutans: Karies-Bakterium

T

Tbc: Abkürzung von Tuberkulose

Tetanus: Tetanus ist keine exotische Erkrankung, die man sich nur in fernen Ländern zuziehen kann. Ausgelöst wird Wundstarrkrampf durch das Gift des Bakteriums Clostridium tetani, das weltweit verbreitet ist.

Tollwut: Träger des Virus sind in Deutschland vor allem Füchse. Eine Ansteckung ist aber sehr selten. Wenn in Deutschland jemand an Tollwut erkrankt, dann hat er sich diese Infektion meist im Ausland zugezogen.

Toxoplasmose: Durch Parasiten hervorgerufene Infektionskrankheit. Die Ansteckung erfolgt über rohes Fleisch sowie Katzenkot.

Toxoplasmosetest: Diagnoseverfahren zur Bestimmung einer durch Parasiten hervorgerufenen Infektionskrankheit.

Triple-Test: Der Test berechnet lediglich die Wahrscheinlichkeit für eine Missbildung beim Ungeborenen und ist sehr unsicher.

Tuberkulose: Tbc früher auch "Schwindsucht" genannt - betrifft in erster Linie die Lunge. Eine Impfung wird von der STIKO am Robert Koch-Institut seit 1998 nicht mehr empfohlen.

Typhus: Wird durch Bakterien (Salmonellen) ausgelöst, weltweit in Ländern (vor allem in Asien und Nordafrika) mit schlechten hygienischen Verhältnissen. Eine Impfung ist als Schluckimpfung oder als Spritze möglich.

U

U1: Neugeborenen-Erstuntersuchung direkt nach der Geburt.

U2: Früherkennungsuntersuchung für Säuglinge im Zeitraum dritter bis zehnter Lebenstag.

U3: Früherkennungsuntersuchung für Säuglinge im Zeitraum vierte bis sechste Lebenswoche.

U4: Früherkennungsuntersuchung für Säuglinge im Zeitraum dritter bis vierter Monat.

U5: Früherkennungsuntersuchung für Kleinkinder im Zeitraum sechster bis siebenter Monat.

U6: Früherkennungsuntersuchung für Kleinkinder im Zeitraum zehnter bis zwölfter Monat.

U7: Früherkennungsuntersuchung für Kinder im Zeitraum 21. bis 24. Monat.

U7a: Früherkennungsuntersuchung für Kinder im Zeitraum 34. bis 36. Monat.

U8: Früherkennungsuntersuchung für Kinder im Alter von dreieinhalb bis vier Jahre.

U9: Früherkennungsuntersuchung für Kinder im Alter von ungefähr fünfeinhalb Jahren.

U10: Früherkennungsuntersuchung für Kinder im Alter von 7 bis 8 Jahren.

U11: Früherkennungsuntersuchung für Kinder im Alter von 9 bis 10 Jahren.

Ultraschalluntersuchungen: Der Arzt kontrolliert mit Ultraschall die kindliche Entwicklung und kann Auskunft über den voraussichtlichen Geburtstermin des Babys geben.

V

Varizellen: Auslöser der Windpocken.

Virtuelle Koloskopie: Darm"spiegelung" mit speziellen Röntgenmethoden. Mit einer Computertomographie (CT) wird ein dreidimensionales Bild von Hohlraumstrukturen im Darm errechnet. Die Methode ist nicht zuverlässig.

Virusgrippe: Die "echte" Grippe zeigt sich meist durch hohes Fieber (über 39 Grad) mit Schüttelfrost, Muskelschmerzen, Schweißausbrüche, Schwäche, Kopf- und Halsschmerzen und trockenen Reizhusten. Menschen über 60 Jahre sollten sich impfen lassen.

Vorsorge in der Schwangerschaft: Sowohl für die Gesundheit der Mutter, als auch für das Kind wichtige Untersuchungen. Der Arzt kann so Risiken feststellen und gegensteuern.

W

Windpocken: Der Auslöser, das Varizellen Zoster -Virus ist hochansteckend. In seltenen Fällen führen Windpocken zu einer Hirnhaut- und Nierenentzündung. Seit August 2004 empfiehlt das Robert-Koch-Institut die Impfung für Kinder ab 11. bis 14. Monat.

Wundstarrkrampf: auch Tetanus. Ausgelöst wird Wundstarrkrampf durch das Gift des Bakteriums Clostridium tetani, das weltweit verbreitet ist.

Z

Zahnbelag: Weiche Schicht auf dem Zahn, wird auch "Plaque" genannt. Wird vornehmlich von Bakterien gebildet und entsteht besonders leicht am Zahnfleischrand und in kleinen Rillen (Fissuren) im Zahn.

Zahnfleischentzündung: Entsteht vor allem durch Zahnstein, der sich häufig im Bereich des Zahnfleischrandes ansiedelt.

Zahnstein: Verkalkte Zahnplaque. Zahnbelag, der über längere Zeit nicht durch das Putzen entfernt wird, kann durch den Speichel mineralisiert, zu Zahnstein werden.

Zahnvorsorge/ -prophylaxe: Im Erwachsenenalter ab 18 Jahren ist ein Zahncheck mindestens einmal im Jahr erforderlich. Kinder sollten zwei Mal jährlich zur Kontrolle.

Zecken: Spinnentiere, die sich beim Abstreifen von Gras und Büschen an ihre warmblütigen Wirte heften und Blut saugen. Dabei können zwei Krankheiten auf den Menschen übertragen werden: die Borreliose und FSME.

Zuckerkrankheit: Umgangssprachlich meist verwendet für Diabetes mellitus, eine chronische Störung des Zuckerstoffwechsels mit hohem Blutzuckerspiegel infolge Insulinmangels.

 

© AOK Rheinland/Hamburg - Die Gesundheitskasse

Quick-Login

Ihre Daten