
Jeder Allgemeinarzt, praktische Arzt oder Internist kann die Untersuchung zum Check-up ab 35 Jahren durchführen. In fünf Schritten werden Sie dabei durchgecheckt:
Im Vordergrund stehen Fragen zu Ihrem Befinden, eventuellen Vorerkrankungen und zu aktuellen Lebensumständen, die vielleicht Ihre Gesundheit beeinflussen. Der Arzt erkundigt sich nach Erkrankungen in Ihrer Familie, um sich ein Bild über Ihr so genanntes Risikoprofil zu machen. Sind beispielsweise Ihre Eltern oder Großeltern an Diabetes erkrankt, wird er ganz genau überprüfen, ob es möglicherweise auch bei Ihnen Anzeichen für eine Stoffwechselkrankheit gibt.
Ihr Arzt horcht, prüft, misst und ermittelt wichtige Werte über Ihren Allgemeinzustand. Dazu zählt auch Ihr BMI. Testen Sie sich selbst hier online, ob Ihr Gewicht bereits ein erhöhtes Risiko für Ihre Gesundheit bedeutet! Blutdruck und Herzfrequenz in Ruhe und unter Belastung, sowie die Lungenfunktion werden ermittelt.
Eine Blut- und Urinuntersuchung dient in erster Linie dazu, mögliche Entzündungen im Körper aufzuspüren und es wird nach Stoffwechselstörungen wie z.B. Diabetes geforscht.
Dabei informiert Sie Ihr Arzt über die Ergebnisse und bespricht mit Ihnen das weitere Vorgehen. Er bespricht Ihr persönliches Risikoprofil, beispielsweise einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden. Sie bekommen praktische Tipps, auf was Sie künftig achten sollten, um Ihren Gesundheitszustand verbessern zu können. Wenn Vorgespräche und Untersuchungsergebnisse es erforderlich machen, werden weiterführende Untersuchungen durchgeführt.
Die Messung kann sehr einfach aus einem Tropfen Blut vom Finger oder Ohrläppchen erfolgen. Die Normalwerte liegen für Erwachsene und Kinder bei 70-110 mg/dl (alte Einheit), bzw. 3,9-6,1mmol/l (SI-Einheit).
Cholesterin ist ein Stoff, der vom Körper sogar selbst produziert wird. Die Höhe des Cholesterinspiegels im Blut ist ein wichtiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Damit das Cholesterin aus Nahrungsmitteln aus Magen und Darm über die Blutbahn in die Zellen gelangen kann, werden spezielle Hüllen gebildet. Dieses Cholesterin-Transportsystem gibt es in mehreren Varianten. Die beiden wichtigsten werden LDL und HDL genannt. Das HDL-Cholesterin bringt das nicht mehr benötigte Cholesterin aus den Körperzellen zur Leber. Hier wird es zur Gallensäure umgewandelt und ausgeschieden. HDL wird daher auch das „gute Cholesterin“ genannt. Die LDLs hingegen schaffen das Cholesterin in die Körperzellen und zu den Organen. Warum LDL oft das „schlechte Cholesterin“ genannt wird, hat einen simplen Grund. Sobald die LDLs genug Cholesterin in die Zellen geschleust haben, machen diese die Schotten dicht. Der Überschuss verbleibt im Blut. Kommen dann noch Risikofaktoren wie Rauchen und Bluthochdruck dazu, kann sich das überschüssige LDL-Cholesterin an den Gefäßwänden ablagern. Folge: Die Gefäße verkalken.
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