
Eine Lungenentzündung kann unterschiedliche Auslöser haben. Prinzipiell können dies Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten oder auch Umweltreize, allergische und immunologische Veränderungen sein. Gleich ist bei allen genannten Faktoren der Mechanismus, der in der Überwindung der Schutzbarriere der Lunge liegt und Erregern ermöglicht, sich dort zu vermehren. Die Mehrzahl der Erkrankungen sind auf das Bakterium Streptococcus pneumoniae zurückzuführen. Lungenentzündung ist zur Zeit die sechsthäufigste Todesursache in Deutschland. Zirka 800.000 Menschen sind jährlich betroffen. Ein Drittel muss im Krankenhaus behandelt werden, das sind mehr Menschen mit Krankheiten wie Herzinfarkt und Schlaganfall.
Meningokokken können zu einer Blutvergiftung oder zu einer Hirnhautentzündung führen.
Die häufigste Ursache für eine Lungenentzündung ist eine Infektion mit dem Bakterium Streptococcus pneumoniae, das mit der Atemluft eingeatmet wird. Pneumokokken sind weltweit vorkommende Bakterien, die schwere Lungen-, Mittelohr- und Hirnhautentzündungen sowie Blutvergiftungen verursachen können. Sie werden über feinste Tröpfchen beim Husten oder Niesen von einem Menschen zum anderen übertragen.
Oft verläuft die Infektion ganz akut und dramatisch mit sehr hohem Fieber. Trotz richtiger antibiotischer Behandlung verlaufen viele Erkrankungen tödlich. Säuglinge, Kleinkinder und ältere Menschen sind besonders gefährdet.
Die Impfung schützt vor den schweren Verlaufsformen. Nach einer einmalige Spritze tritt der Impfschutz nach etwa drei Wochen ein und hält sechs Jahre. Empfohlen wird die Impfung allen Menschen, die ein erhöhtes Erkrankungs- und/oder Komplikationsrisiko haben. Dazu gehören: Personen über 60 Jahre, chronisch Kranke (Menschen mit Herzkreislauf-Erkrankungen, Lungenerkrankungen, Zuckerkrankheit, Leber-, Nierenerkrankungen u.a.) und Patienten, die an einer Abwehrschwäche leiden, wie Organempfänger und HIV-Infizierte. Seit dem 31. Juli 2006 zählt der Schutz vor Pneumokokken und Meningokokken auch zu den Standardimpfungen für Kinder, die von der STIKO (Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut) empfohlen werden.
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