
Der Brustkrebs bleibt häufig so lange unerkannt, bis er zu einer Größe herangewachsen ist, die eine Diagnose durch Tasten oder bildgebende Verfahren wie z. B. Mammographie und Ultraschall ermöglicht. In vielen Fällen tritt lediglich ein nicht schmerzhafter, tastbarer Knoten auf. Andere mögliche Symptome können z. B. sein: neu aufgetretener Größenunterschied der Brüste, Hautauffälligkeiten an der Brust wie Rötung, Einziehung oder Vorwölbung, Einziehung einer Brustwarze, Austritt von Flüssigkeit aus der Brust. Viele Brustkarzinome werden durch eine Röntgenaufnahme der Brust (Mammographie) entdeckt, bevor überhaupt Beschwerden von den Frauen wahrgenommen werden.
In den Krebszellen ist die normale Hemmung des Wachstums und der Zellteilung aufgehoben, so dass sie gesundes Gewebe verdrängen, Gewebegrenzen durchbrechen und in andere Gewebe oder Organe hineinwachsen können. Beim Brustkrebs gehen die Tumoren von den Drüsenläppchen, zumeist jedoch von den Milchgängen aus. Bereits frühzeitig besteht die Fähigkeit zur Streuung der Krebszellen (Metastasierung) in den Körper. Es handelt sich also um eine den ganzen Körper betreffende Erkrankung, welche sich zuerst in der Brust nachweisen lässt.
Meist ist eine brusterhaltende Therapie (BET) möglich, bei der der Tumor mit einem ausreichenden Sicherheitsabstand zum gesunden Gewebe entfernt wird. Notwendig ist bei einer Brustkrebsoperation auch immer die Entfernung der Lymphknoten aus der Achselhöhle, da ein Befall bzw. ein Nichtbefall der Lymphknoten Entscheidungshilfe für die weitere Therapie gibt und Anhaltspunkte für die zu erwartende Prognose der Erkrankung.
Um die Rate an erneuten Geschwülsten am ursprünglichen Entstehungsort (Lokalrezidiv) gering zu halten, muss die Brust bei einer brusterhaltenden Therapie stets nachbestrahlt werden.
Bei etwa jeder dritten Frau ist eine komplette Entfernung der Brust (Mastektomie) angezeigt. Eine Nachbestrahlung ist nur bei hohem Risiko für ein Rezidiv der Brustwand notwendig.
Nahezu jede Frau profitiert nach der Diagnose Brustkrebs von der so genannten adjuvanten Chemotherapie und/oder der Hormontherapie. Unter einer adjuvanten Therapie sind weitere unterstützende Behandlungsschritte zu verstehen. Ziel ist es, noch vorhandene Krebszellen zu beseitigen, die durch die vorausgegangene Behandlung möglicherweise nicht erreicht werden konnten.
Auch wenn Krebs häufig geheilt werden kann, handelt es sich um eine chronische Krankheit. Denn die Behandlung und die Nachsorge erstrecken sich oft über viele Jahre. Ein Grund, weshalb das Behandlungsprogramm AOK-Curaplan für chronisch kranke Menschen auch für Frauen mit Brustkrebs geschaffen wurde.
Bitte wählen Sie zunächst eine teilnehmende AOK aus: