
Die Darmspiegelung, auch Koloskopie genannt, ist die zuverlässigste Untersuchungsmethode, wenn es um das Aufspüren von Dickdarmkrebs geht. Es können sehr frühe Vorstadien, so genannte Polypen entdeckt und beim gleichen Eingriff auch mit entfernt werden. Da es mindestens fünf bis zehn Jahre dauert, bis aus einem Polyp ein Krebsgeschwür entsteht, kann man so ganz effektiv der Krebsentstehung zuvorkommen. Aus diesem Grund reicht es, eine Darmspiegelung alle zehn Jahre vornehmen zu lassen.
Bei solch eindeutigen Vorteilen möchten wir allerdings auch nicht verschweigen, dass die Untersuchung mittels Koloskopie etwas unangenehm sein kann und in seltenen Fällen auch mal als schmerzhaft empfunden wird. Macht man sich allerdings klar, welche Chancen man sich dafür eröffnet, sollte man diesen kleinen Nachteil in Kauf nehmen. Das Risiko, ab einem Alter von 55 Jahren in den darauffolgenden 25 Jahren an Darmkrebs zu erkranken und daran zu sterben, beträgt 1:33, also eine von 33 Personen wird davon betroffen sein.
Der Darm muss für die Untersuchung vollständig entleert sein. Bereits eine Woche vor dem Termin sollten Sie auf schwere Kost verzichten und einen Tag zuvor ein Abführmittel einnehmen. Ein Einlauf kurz vor der Koloskopie kann noch mögliche, verbliebene Reste entfernen. Das Untersuchungsinstrument ist ein dünner, biegsamer Schlauch, an dessen Spitze eine winzige Kamera angebracht ist. Der Schlauch wird in den After eingeführt und der Arzt kann den Darm so Stück für Stück genau untersuchen. Mit einer kleinen Schlinge können kleine Wucherungen wie Polypen sofort entfernt werden. In ganz seltenen Fällen kann es durch die Koloskopie zu Komplikationen kommen. Das Risiko einer ernsthaften Komplikation ist aber verglichen zu der Wahrscheinlichkeit, ohne eine Darmspiegelung an Krebs zu sterben, gering.
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