Vorbeugung
Vorbeugung und Risikofaktoren
Es gibt eine Reihe von Faktoren, die das Auftreten von Darmkrebs begünstigen. Um sich zu schützen, sollte man vor allem auf eine gesunde Ernährung achten. Wissenschaftler konnten nachweisen, dass eine ausgewogene vollwertige und faserreiche Kost das Risiko vor allem für Darmkrebs deutlich zu senken vermag. Eine fettreiche Ernährung, die vor allem auf tierischen Fett- und Eiweißprodukten, Geräuchertem und Gepökeltem beruht, hingegen fördert die Ausbildung von Darmkrebs.
So sieht eine darmgesunde Ernährung aus:
- Salat, Gemüse und Obst gründlich waschen
- Innereien nur selten auf den Speiseplan setzen
- Nitratreiches Gemüse wie Spinat nicht aufwärmen
- Geräucherte Lebensmittel wie Räucherfisch, Schinken und Wurst nicht zu häufig essen
- Bratfett nicht zu stark erhitzen. Fleisch gart auch bei niedrigen Temperaturen
- Fünf am Tag: Gemüse und Obst enthalten nicht nur Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe, sondern auch Substanzen, die den Körper u.a. vor Krebs schützen können. Über die genauen Wirkweisen wird noch geforscht. Die DGE stellt fest: „Zur Zeit gibt es keine Alternative zu Obst und Gemüse. Obst, Gemüse - inklusive Hülsenfrüchte - und Vollkornprodukte sollten die Basis unserer Ernährung bilden." Nahrungsergänzungsmittel stellen keine eine Alternative zum täglichen Verzehr von 5 Portionen Gemüse und Obst in roher und erhitzter Form dar. Das bedeutet konkret: 3 Portionen bzw. 400 g Gemüse pro Tag und 2 Portionen bzw. 250 g Obst.
- Fett ist nicht gleich Fett: Prinzipiell sollte man sparsam beim Einsatz von Fett sein. Wird viel Fett gegessen, steigert der Körper die Gallenproduktion. Die Gallensäure wird von den Darmbakterien verstoffwechselt und krebserregende Stoffe können dabei entstehen. Es kommt jedoch nicht nur auf die Menge, sondern auch auf die Qualität des Fettes an, ob es dem Darm zu schaffen macht. Gesättigte Fette tierischen Ursprungs und mehrfach ungesättigte Omega-6-Fettsäuren wie z.B. in Maiskeimöl, enthalten fördern die Krebsentstehung. Pflanzliche gesättigte und einfach ungesättigte Fette, wie z. B. Olivenöl, lassen weniger krebserregende Stoffe entstehen. Mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäuren, wie im Fischöl enthalten, sollen sogar einen gewissen Schutz vor Darmkrebs bieten, indem sie die Bildung von Polypen der Dickdarmschleimhaut hemmen.
- Nicht zu viel Proteine: Wer viel Fleisch zu sich nimmt, erhöht sein Darmkrebsrisiko. Eiweiße treten, wenn sie in großen Mengen genossen werden, vermehrt in den Dickdarm über und können dort zu Ammoniak abgebaut werden, das wiederum die Krebsentstehung begünstigt.
- Ballaststoffe: Besteht die Nahrung aus einem großen Anteil von Ballaststoffen und Kohlenhydraten, kann die Darmflora das gebildete Ammoniak wieder zu Eiweißstoffen aufbauen und damit unschädlich machen. Aus diesem Grund sind gerade Ballaststoffen eine krebsschützende Wirkung nachgesagt. Ballaststoffe haben noch einen weitere Vorteil, sie schützen vor Verstopfung. Verweilt Nahrung zu lange im Darm, können mehr darin enthaltende krebserregende Substanzen von der Darmschleimhaut aufgenommen werden. Wenn Sie dann noch täglich ausreichend viel trinken (1,5 bis 2 Liter) und sich regelmäßig bewegen, haben Sie viel zur Gesunderhaltung Ihres Darmes beigetragen.