
Da sich Prostatakrebs in der Regel über längere Zeit unbemerkt entwickelt, wird er meist erst relativ spät erkannt. Zu den typischen Symptomen zählen Schwierigkeiten beim Wasserlassen, ähnlich wie bei einer gutartigen Vergrößerung der Prostata. Schmerzen oder Blutbeimengungen im Urin oder in der Samenflüssigkeit sind ebenfalls keine Frühsymptome, sondern Zeichen dafür, dass das Krebswachstum die Grenzen der Prostata überschritten hat. Daher ist es auch hier wichtig, sich nicht erst beim Auftreten von Schmerzen untersuchen zu lassen. Auch Prostatakrebs lässt sich am besten behandeln und heilen, wenn der Tumor in einem frühen Stadium entdeckt wird. Meist erkranken Männer im Alter zwischen 70 und 80 Jahren, aber auch jüngere Jahrgänge sind betroffen.
Überschreitet das Krebswachstum die Vorsteherdrüse, dann werden die Nachbarorgane Samenblasen, Harnblasenhals, selten Rektum mit betroffen. Wächst der Tumor in Blut- und Lymphgefäßsystem hinein, können Metastasen zur einer körperweiten Streuung von Krebszellen führen. Meist entstehen neue Tochtergeschwülste im Becken und Lendenwirbelbereich. Drückt der Tumor schließlich auf das blutbildende Knochenmark, können nicht mehr in ausreichendem Maße Blutzellen gebildet werden, was zur Blutarmut führt.
Besteht der Verdacht einer bösartigen Veränderung der Prostata wird zunächst mittels einer Feinnadel Gewebematerial entnommen und untersucht. Werden dabei Krebszellen gefunden, erfolgt die Therapie abhängig vom Stadium und der betroffenen Organe. Beschränkt sich der Tumor auf die Prostata, kann diese operativ entfernt werden.
Sind bereits die Lymphknoten oder benachbarte Organe betroffen, besteht nur noch die Möglichkeit, das Tumorwachstum einzudämmen und Beschwerden zu lindern. Viele Tumore sind „Hormon sensibel“. Die Entfernung des Hormondrüsengewebes sowie Hormonpräparate verzögern die weitere Ausbreitung zumindest für eine gewisse Zeit. Spricht der Tumor nicht auf Hormone an, kommen Medikamente wie Zytostatika zum Einsatz. Schmerzhafte Tochtergeschwülste werden medikamentös und mit Strahlentherapie behandelt.
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