
Unsere Mundhöhle ist normalerweise von vielen Millionen Bakterien besiedelt. Manche sind nützlich, andere können krank machen. Karies entsteht durch krankmachende Bakterien im Beisein von Kohlehydraten (u.a. Zucker). Ein für die Kariesentstehung besonders wichtiger Keim heißt Streptococcus mutans. Ohne diese Bakterien gäbe es keine Karies. Ohne Zucker allerdings auch nicht. So gesehen ist Karies eine Art Infektionskrankheit, wenn auch keine typische, zumal sie nicht durch Antibiotika geheilt werden kann.
Karies ist auch wörtlich genommen in aller Munde. Mehr als 95 Prozent aller Erwachsenen in den westlichen Industrieländern leiden an dieser Zivilisationskrankheit. Karies ist mit Abstand die häufigste Ursache für die Zerstörung der Zahnhartsubstanz. Aber es gibt auch gute Nachrichten - die flächendeckende Zahnvorsorge beginnt sich auszuzahlen. Heute haben Kinder und Jugendliche deutliche weniger von Karies befallene Zähne als Gleichaltrige vor zehn Jahren. Doch dafür ist eine konsequente Zahnpflege nötig.
Das Wort „caries“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Fäulnis. Übrigens haben Frauen mehr Karies als Männer, und die Zahnfäule tritt häufig in bestimmten Altersgruppen auf: im Kindesalter, bei Teenagern und älteren Erwachsenen (zwischen 55 und 65 Jahren). Die oberen und hinteren Zähne und vor allem die Zahnzwischenräume sind besonders kariesanfällig, da dort schlechter gereinigt wird. In den letzten Jahren konnte durch intensive vorbeugende Maßnahmen ein Rückgang des Kariesbefalls erzielt werden.
Karies zeigt sich durch weißliche Entkalkungszonen, bräunliche Flecken im Zahnschmelz und in fortgeschrittenen Fällen durch dunkle Defekte, die gefürchteten Löcher im Zahn. Dabei treten sehr lange keine oder nur geringe Beschwerden auf. Typisch sind zunächst Schmerzen bei heißen oder kalten oder auch süßen Speisen, später stellt sich dann der gemeine Dauerschmerz ein, der den Betroffenen zwingend und umgehend zum Zahnarzt treibt. Dann ist die Schädigung meist schon weit fortgeschritten. Einer beginnenden Demineralisierung des Zahnes kann mit Fluorid haltigen Pasten entgegen gewirkt werden. Solche Gele können bei starker Kariesgefährdung einmal pro Woche aufgetragen und anschließend wieder ausgespült werden. Mehr dazu erfahren Sie von Ihrem Zahnarzt.
Karies lässt sich durch konsequente Vorbeugung vermeiden. Durch mangelnde Zahnpflege, zuckerreiche Ernähung und schwachen Speichelfluss haben die Kariesbakterien leichtes Spiel. Hier gilt es anzusetzen. Die erfolgreichsten Maßnahmen gegen Karies sind:
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