
Es ist sicher nicht immer realisierbar, aber am besten wäre es: Zähne putzen nach jeder Mahlzeit. Mindestens aber zweimal täglich mindestens drei Minuten sollten Sie sich für die Zähne Zeit nehmen. Also nach dem Frühstück und vor dem Schlafengehen. Im Schlaf fließt wenig Speichel - die Zähne sind dann für Karies besonders anfällig. Wenn Sie säurehaltiges Essen (z. B. Obst, Orangensaft oder Schokolade) zu sich genommen haben, warten Sie mit dem Putzen besser eine halbe Stunde. Durch die Säure ist der Zahnschmelz aufgeweicht und würde durch die Zahnbürste oberflächlich abgerieben.
Die Mehrzahl der Bundesbürger könnte beim Zähneputzen mit der richtigen Technik ein besseres Ergebnis erreichen. Es gibt verschiedene Putztechniken, die am meisten empfohlene, ist die so genannte Bass-Methode. Sie eignet sich sowohl für gesundes als auch für zurückgegangenes Zahnfleisch besonders gut. Hier sehen Sie, wie es geht.
Egal ob motorisiert oder handbetrieben – die Putztechnik ist entscheidend für den Erfolg. Dann reinigt auch eine elektrische Zahnbürste nicht gründlicher. Bei einer mechanischen Zahnbürste sollten Sie auf einen kurzen Kopf und an der Spitze abgerundete Kunststoff-Borsten achten. Diese sollten in engen Büscheln auf dem Bürstenkopf angeordnet sein. Für die meisten Menschen ist eine mittelharte Bürste gut geeignet. Bei Zahnfleisch-Problemen fragen Sie am besten Ihren Zahnarzt um Rat. Die Bürste sollte nach jedem Putzen unter fließendem Wasser ausgespült und zum Trocknen mit den Borsten nach oben in den Becher gestellt werden. Alle zwei bis drei Monate die Bürste austauschen.
Wählen Sie eine fluoridhaltige Zahncreme. Es gilt als erwiesen, dass diese Pasten karieshemmende Wirkung haben. Weil Kinder die Zahncreme beim Putzen oft hinunterschlucken, sollten Sie Ihren Kleinen eine spezielle Zahnpasta mit weniger Fluorid geben - zuviel davon ist für den Körper schädlich. Aber auch hier gilt: es kommt vor allem auf die richtige Putztechnik an.
Zahnseide reinigt dort, wo die Bürste nicht hinkommt: in den Zahnzwischenräumen. Am besten abends anwenden. Als Anfänger haben Sie es mit gewachster Seide etwas leichter, ansonsten besser ungewachste nehmen. Und so geht's: Ein etwa dreißig Zentimeter langes Stück abreißen. Das eine Fadenende um einen Finger der linken Hand wickeln, das andere Ende mit der rechten Hand zwischen den Zähnen hindurchführen (Linkshänder natürlich umgekehrt). Die Zahnseide um den Zahn legen und vorsichtig vom Zahnrand hin zur Krone „auswischen“. Für jeden Zahnzwischenraum einen anderen Seidenabschnitt verwenden.
Zahnstocher sind spitz und es besteht Verletzungsgefahr. Besser Zahnseide stattdessen benutzen. Mundduschen können zwar grobe Speisereste von den Zähnen herunter- und aus kleinen Lücken herausspülen. Gegen fest anhaftende Beläge richten sie aber nichts aus. Mundwasser wenn überhaupt, dann nur vorübergehend und mit Vorsicht einsetzen. Stark desinfizierende Mittel schädigen auf Dauer sogar die Mundflora und damit die körpereigene Abwehr. Zahnpflege-Kaugummis können die Zahnbürste nicht ersetzen. Aber wenn keine Gelegenheit zum Putzen besteht, regen sie zumindest den Speichelfluss an und beeinflussen so den pH-Wert günstig. Vorsicht bei Zahncremes, die strahlend weiße Zähne versprechen. Diese Pasten enthalten hochwirksame Schleifkörper, die wie Schmirgelpapier wirken, dabei aber oft auch zu viel Zahnschmelz abreiben. Lassen Sie sich die Beläge lieber von Ihrem Zahnarzt entfernen.
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